Viel Spaß beim Spielen!
Hier verstecken sich
ein paar Anleitungen zu den Spielen, die in der Box sind.
Schach
Schach ist ein Brettspiel für zwei Spieler. Beide haben jeweils 16 Figuren, die sich unterschiedlich bewegen können. Das Ziel des Spiels ist es, den gegnerischen König so zu bedrohen, dass er nicht mehr entkommen kann. Dies nennt man Schachmatt.
Die Figuren und ihre Bewegungen:
König: Die wichtigste Figur. Er kann ein Feld in jede Richtung gehen. Wird er matt gesetzt, ist das Spiel vorbei.
Dame: Die stärkste Figur. Sie bewegt sich beliebig weit horizontal, vertikal oder diagonal.
Turm: Bewegt sich beliebig weit nach vorne, hinten oder zur Seite.
Läufer: Bewegt sich beliebig weit diagonal.
Springer: Die einzige Figur, die „springen“ kann. Er bewegt sich in einer L-Form: zwei Felder in eine Richtung und dann ein Feld zur Seite.
Bauern: Gehen ein Feld nach vorne; im ersten Zug dürfen sie zwei Felder gehen. Sie schlagen diagonal.
Grundidee des Spiels: Beherrsche das Brett, entwickle deine Figuren und halte deinen König stets sicher.
Bevor eine Partie beginnt, muss das Brett richtig aufgebaut werden.
Brett ausrichten: Das Feld unten rechts aus Sicht jedes Spielers muss ein weißes Feld sein.
Startposition der Figuren:
• Zweite Reihe: alle acht Bauern.
• Erste Reihe von links nach rechts: Turm – Springer – Läufer – Dame – König – Läufer – Springer – Turm.
Merksatz: Die Dame steht auf ihrer eigenen Farbe (weiße Dame auf weiß, schwarze Dame auf schwarz).
Weiß beginnt immer die Partie.
Die Spieler ziehen abwechselnd jeweils eine Figur. Das Spiel verläuft typischerweise in drei Phasen: Eröffnung, Mittelspiel und Endspiel.
Eröffnung: Die Figuren werden entwickelt, also aus der Grundreihe heraus bewegt. Das Zentrum des Bretts sollte kontrolliert werden, und es ist sinnvoll, den König früh durch eine Rochade zu sichern.
Mittelspiel: Hier beginnt der eigentliche Kampf. Figuren greifen sich gegenseitig an, taktische Motive entstehen und Materialgewinne sind möglich. Gleichzeitig muss man den eigenen König schützen.
Endspiel: Wenige Figuren sind übrig. Bauern werden sehr wichtig, da sie sich am gegnerischen Brettrand in eine neue Figur (meist eine Dame) verwandeln können. Der König wird jetzt aktiv eingesetzt.
Wichtige Begriffe:
Schach: Der König ist bedroht und muss geschützt werden.
Schachmatt: Der König ist bedroht und kann nicht mehr entkommen – das Spiel ist vorbei.
Patt: Der König steht nicht im Schach, hat aber keinen legalen Zug → Unentschieden.
Schach besitzt einige Sonderregeln, die vielen Anfängern anfangs Schwierigkeiten bereiten. Hier sind sie einfach erklärt:
Rochade: Eine besondere Kombination aus König- und Turmzug. Der König macht zwei Felder Richtung Turm, der Turm springt daneben. Voraussetzung: Beide Figuren haben noch nicht gezogen, zwischen ihnen steht nichts und der König darf weder durch ein bedrohtes Feld ziehen noch im Schach stehen.
En Passant: Wenn ein gegnerischer Bauer zwei Felder nach vorne zieht und dabei ein Feld überspringt, auf dem dein Bauer ihn hätte schlagen können, darfst du ihn im nächsten Zug so schlagen, als wäre er nur ein Feld gegangen. Das geht aber nur sofort im darauffolgenden Zug.
Bauernumwandlung: Erreicht ein Bauer die gegnerische Grundreihe, darf er in eine Dame, einen Turm, einen Läufer oder einen Springer verwandelt werden. Meistens wird die Dame gewählt.
Unentschieden-Situationen:
• Patt (kein legaler Zug, aber kein Schach).
• Dreifache Stellungswiederholung.
• 50-Züge-Regel (kein Bauernzug oder Schlag in 50 Zügen).
• Zu wenig Material, um matt zu setzen (z. B. nur König gegen König).
Tipps für Einsteiger:
• Entwickle deine Figuren früh und bring sie ins Spiel.
• Rochiere, um deinen König zu schützen.
• Kontrolliere das Zentrum – dort entscheidet sich viel.
• Gib deine Figuren nicht leichtfertig her; jede Figur hat einen Wert.
• Laufe nicht zu früh mit der Dame herum – sie wird sonst schnell angegriffen.
Mikado
Mikado ist ein Geschicklichkeitsspiel, bei dem viele dünne Stäbchen zu einem Haufen fallengelassen werden. Ziel ist es, möglichst viele Stäbchen einzeln herauszuziehen, ohne die anderen zu bewegen.
Das Spiel erfordert eine ruhige Hand, Konzentration und etwas Taktik. Die Stäbchen haben unterschiedliche Farben, die verschiedene Punktwerte besitzen. Gewonnen hat am Ende der Spieler mit den meisten Punkten.
Der Aufbau ist sehr einfach und dauert nur wenige Sekunden:
• Alle Stäbchen werden zu einem Bündel zusammengenommen.
• Sie werden senkrecht gehalten.
• Dann lässt man sie locker fallen, sodass sie kreuz und quer übereinander liegen.
Der entstandene Haufen bildet die Ausgangssituation. Mitspielen können beliebig viele Personen.
Die Spieler sind nacheinander an der Reihe. Ziel: ein einzelnes Stäbchen entfernen, ohne dass sich ein anderes sichtbar bewegt.
Ablauf eines Zuges:
• Der Spieler sucht sich ein Stäbchen aus.
• Er versucht, es vorsichtig anzuheben oder herauszuschieben.
• Bewegt sich ein anderes Stäbchen → der Zug ist sofort vorbei.
Das herausgezogene Stäbchen wird zur Seite gelegt und später bei der Wertung gezählt.
Das Spiel endet, wenn alle Stäbchen entfernt wurden (oder niemand mehr riskieren will weiterzumachen).
Die Stäbchen haben unterschiedliche Werte. Die genauen Zahlen können je nach Hersteller leicht abweichen, aber das klassische Mikado-Set besteht aus 41 Stäbchen mit folgendem Wertungssystem:
Mikado (blau-weiß gestreift): 20 Punkte
Mandarin (rot): 10 Punkte
Bonzen (blau): 5 Punkte
Samurai (grün): 3 Punkte
Kuli (gelb): 2 Punkte
Besonderheit: Hat ein Spieler bereits ein höherwertiges Stäbchen (z. B. Mikado), darf er dieses als „Werkzeug“ nutzen, um andere Stäbchen anzuheben oder wegzurollen – sofern der Hersteller das erlaubt. Viele moderne Editionen erlauben das.
Spielende: Alle Punkte werden addiert. Der Spieler mit der höchsten Punktzahl gewinnt.
Nützliche Tipps:
• Beginne mit Stäbchen, die frei liegen oder kaum berühren.
• Arbeite dich von außen nach innen vor.
• Nutze ein bereits gewonnenes Stäbchen als Hilfswerkzeug, falls erlaubt.
• Kleine Bewegungen sind entscheidend – nicht reißen.
• Achte auf Stäbchen, die nur durch ihre eigene Spannung festliegen – sie sind gefährliche Fallen.
Domino
Domino ist ein klassisches Legespiel für zwei bis vier Spieler. Die Spielsteine bestehen aus rechteckigen Plättchen, die jeweils zwei Zahlen zeigen – meist in Form von Punkten (wie auf Würfeln).
Ziel des Spiels ist es, als Erster alle eigenen Steine abzulegen oder am Ende die wenigsten Punkte auf der Hand zu behalten.
Domino ist einfach zu lernen, kann aber überraschend taktisch werden, wenn man die gespielten Zahlen mitverfolgt.
Ein Standard-Domino-Set besteht meist aus 28 Steinen (sogenanntes „Double-Six“-Set). Jeder Stein zeigt eine Kombination aus zwei Zahlen von 0 bis 6.
Zu Beginn:
• Alle Steine werden verdeckt gemischt.
• Jeder Spieler zieht seine Startsteine (meist 7 Stück bei 2 Spielern, 5 Stück bei 4 Spielern).
• Die übrigen Steine bilden den „Vorrat“ oder „Boneyard“.
Der Spieler mit dem höchsten Doppelstein (z. B. 6–6) beginnt. Wenn niemand einen Doppelstein hat, gewinnt der höchste Gesamtwert.
Es wird reihum gespielt. Jeder Spieler legt, wenn möglich, einen Stein an die offene Zahl an.
Ablauf eines Zuges:
• Es gibt eine Domino-Kette, an deren Enden Zahlen offen liegen.
• Du darfst nur einen Stein anlegen, dessen eine Hälfte mit einer offenen Zahl übereinstimmt.
• Beispiel: Liegt am Ende der Kette eine „4“, darfst du jeden Stein anlegen, der eine 4 enthält.
Wenn man nicht legen kann:
• Man zieht einen Stein aus dem Vorrat.
• Kann man danach immer noch nicht legen, ist der Zug vorbei.
Spielende:
• Ein Spieler legt alle Steine ab → er gewinnt die Runde.
• Oder: Alle Spieler können nicht mehr legen → derjenige mit der kleinsten Punktzahl gewinnt.
Domino hat mehrere Varianten und einige Sonderregeln, die das Spiel interessanter machen.
Doppelsteine: Doppelte Steine (z. B. 5–5) werden quer an die Kette gelegt und können manchmal zwei Richtungen öffnen, je nach Variante.
Blockdomino: Die häufigste Version. Kann ein Spieler nicht legen und der Vorrat ist leer, setzt er einfach aus.
Draw-Domino: Man muss so lange ziehen, bis ein Stein passt oder der Vorrat leer ist.
Punktewertung: Nach jeder Runde zählt man die Punkte aller verbliebenen Steine der Gegner. Diese werden dem Gewinner gutgeschrieben.
Weitere Sets:
• Double-9 (55 Steine) – bietet längere Spiele.
• Double-12 (91 Steine) – ideal für große Runden.
• Double-15 oder Double-18 – nur für Hardcore-Spieler mit großem Tisch.
Hilfreiche Strategien:
• Lege zuerst Steine mit hohen Punktzahlen ab – sie schaden dir am Ende am meisten.
• Behalte mehrere verschiedene Zahlen offen, um flexibler zu bleiben.
• Achte darauf, welche Zahlen kaum noch im Spiel sind – damit kannst du Gegner blockieren.
• Doppelsteine früh spielen, bevor sie Probleme machen.
• Nutze den Vorrat taktisch – manchmal ist Ziehen besser als ein schlechter Zug.
Backgammon
Backgammon ist eines der ältesten Brettspiele der Welt. Zwei Spieler bewegen ihre 15 Steine über das Brett – jeder in seine eigene Richtung – basierend auf Würfelergebnissen. Ziel ist es, alle eigenen Steine in das Heimfeld zu bringen und anschließend als Erster vollständig auszutragen.
Backgammon kombiniert Strategie und Glück: Man muss optimal ziehen, blockieren, angreifen und die Wahrscheinlichkeiten im Blick behalten.
Das Backgammon-Brett besteht aus 24 schmalen Dreiecken, den sogenannten „Punkten“. Diese sind in vier Quadranten zu je 6 Punkten aufgeteilt.
Standard-Aufstellung (für beide Spieler spiegelverkehrt):
• 2 Steine auf Punkt 24
• 5 Steine auf Punkt 13
• 3 Steine auf Punkt 8
• 5 Steine auf Punkt 6
Weiß bewegt seine Steine im Uhrzeigersinn, Schwarz gegen den Uhrzeigersinn.
Start des Spiels:
Beide Spieler würfeln einzeln. Der höhere Wurf beginnt und spielt beide Würfel als ersten Zug.
Jeder Spieler würfelt und zieht dann seine Steine entsprechend der beiden Würfelzahlen.
Grundregeln des Ziehens:
• Jeder Würfel steht für einen eigenen Zug.
• Man darf nur auf freie Punkte ziehen (oder auf Punkte, die nur einen gegnerischen Stein enthalten).
• Punkte mit zwei oder mehr gegnerischen Steinen sind blockiert.
Doppelwurf:
Bei Doppelzahlen (z. B. 4–4) darf der Spieler viermal diese Zahl ziehen.
Austragen:
Sobald alle eigenen Steine im Heimfeld sind, darf man sie entsprechend der Würfel entfernen. Wer alle Steine als Erster ausgetragen hat, gewinnt.
Schlagen:
Befindet sich auf einem Punkt nur ein gegnerischer Stein, darf man diesen schlagen: Der gegnerische Stein wandert in die Mitte („Bar“) und muss neu eingewürfelt werden.
Bar / Wieder-Einsetzen:
Ein Stein auf der Bar muss zuerst ins gegnerische Heimfeld gezogen werden, bevor andere Züge möglich sind. Man benötigt dazu eine Würfelzahl, die einen freien Punkt trifft.
Blockieren:
Hat man sechs Punkte in Folge besetzt (eine „Prime“), kann der Gegner nicht darüber hinwegziehen.
Gammon & Backgammon:
• Gammon: Der Gegner hat noch keinen Stein ausgetragen → der Gewinner erhält doppelte Punkte.
• Backgammon: Gegner hat noch Steine auf der Bar oder im Heimfeld des Gewinners → dreifache Punkte.
Verdopplungswürfel (Doubling Cube):
Optionales strategisches Element: Ein Spieler kann die Punktzahl verdoppeln. Nimmt der Gegner an, spielt man weiter mit der neuen Wertung. Lehnt er ab, verliert er sofort die aktuelle Partie.
Nützliche Strategietipps:
• Vermeide es, zu viele einzelne (verletzliche) Steine stehen zu lassen.
• Baue Blockaden, besonders starke „Primes“.
• Nutze Doppelwürfe effektiv – sie können das gesamte Spiel drehen.
• Bringe geschlagene Steine schnell wieder ins Spiel, sonst bleibst du blockiert.
• Entferne am Ende zuerst die Steine von den hohen Punkten, um Lücken zu vermeiden.
Mau Mau
Mau Mau ist ein schnelles Ablegespiel, das mit einem normalen Kartenspiel gespielt wird. Ziel ist es, als Erster alle Karten abzulegen. Man legt Karten ab, die entweder die gleiche Farbe oder die gleiche Zahl wie die vorherige Karte haben.
Besondere Karten bringen Action ins Spiel, z. B. Aussetzen oder Richtungswechsel.
Die Karten werden gemischt. Jeder Spieler erhält 5 Karten (bei vielen Spielern auch 4 Karten). Der Rest bildet den Nachziehstapel.
Die oberste Karte wird aufgedeckt und bildet den Anfang des Ablagestapels.
Der Spieler am Zug legt eine Karte ab, die entweder dieselbe Farbe oder dieselbe Zahl wie die oberste Karte hat.
Kann er nicht legen:
Er zieht eine Karte vom Stapel. Kann er diese legen, darf er es sofort tun.
Sonderregeln (klassisch):
• 7: Nächster Spieler muss 2 Karten ziehen.
• 8: Aussetzen.
• Bube: Farbe wünschen.
Wer nur noch eine Karte hat, ruft „Mau!“. Wenn er die letzte ablegt: „Mau Mau!“
Mau Mau kennt viele Hausregeln. Einige beliebte Varianten:
• „7 stapeln“ – legt der nächste Spieler auch eine 7, steigen die Strafkarten weiter.
• „8 doppelt aussetzen“ – zwei Spieler werden übersprungen.
• „Ass“ als Richtungswechsel.
Vor Beginn sollte man sich auf alle Regeln einigen.
• Halte Sonderkarten möglichst lange zurück.
• Merke dir Farben und Zahlen, die häufiger fallen.
• Lege gefährliche Karten (z. B. hohe Werte) früh ab.
Schwarzer Peter
Schwarzer Peter ist ein einfaches Kartenspiel, bei dem es darum geht, Paare zu sammeln. Wer am Ende den „Schwarzen Peter“ auf der Hand behält, verliert.
Das Spiel ist sehr beliebt bei Kindern, da es leicht zu lernen ist und viel Interaktion bietet.
Das Spiel besteht aus Paaren sowie einer einzelnen Karte – dem „Schwarzen Peter“.
Alle Karten werden gemischt und gleichmäßig verteilt.
Jeder Spieler sortiert sofort seine Paare aus und legt sie offen ab.
Der jüngste Spieler beginnt. Er zieht eine Karte vom Spieler links neben ihm.
• Hat er damit ein Paar, legt er es ab.
• Hat er kein Paar, behält er die Karte.
Dann ist der nächste Spieler an der Reihe. So entstehen neue Paare und es wird immer weniger.
Am Ende bleiben zwei Karten – ein letztes Paar und der Schwarze Peter. Wer diesen hält, verliert.
• Man darf beim Ziehen die Karten des Gegners nicht sehen.
• Wer schlecht mischt, riskiert, dass Kartenpaare zusammenbleiben.
Variante: „Old Maid“ (englisch) hat oft andere Grafiken, ist aber das gleiche Spiel.
• Beobachte die Reaktionen anderer Spieler – oft verraten sie etwas.
• Mische deine Hand regelmäßig durch, damit niemand sieht, wo der Schwarze Peter steckt.
• Versuche, die Karte unauffällig weiterzugeben.